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Personelle Wechsel im Stiftungsrat der PK und ZV

Der AVR vertritt die Interessen der Mitarbeitenden auf Firmenebene auch in Gremien, wie den Pensionskassen (PK, ZV)und der MGB-Stiftung. In diese ernennt der AVR-Vorstand Delegierte aus den eigenen Reihen. Im Vorfeld der Frühjahrssitzung des Stiftungsrates der Roche PK, ZV und MGB am 17. Mai 2017 plädierte der AVR-Vorstand für eine Regelung bei der Neubesetzung von PK, ZV und MBG Stiftungsratsämtern.

In Folge wurden die Stiftungsräte, die seit längerer Zeit nicht mehr beim AVR-Vorstand aktiv sind, durch aktiv mitwirkende Suppleanten ersetzt. Somit erhalten Suppleanten, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weitergebildet haben, die Chance, in die Position des Stiftungsrates hinein zu wachsen. Andererseits zielt dieses Vorgehen darauf ab, die Nähe zum AVR-Vorstand zu unterstützen.

Der AVR gab vor der Frühjahrs-Stiftungsratssitzung Präsident der PK/ZV Herrn Dr. Gottlieb Keller, und dem PK Geschäftsstellenleiter, Herrn Robert Aeby, die neuen Nominierungen für die bevorstehende vierjährige Amtsperiode bekannt. Die Übergabe von Knowhow erfolgte entsprechend frühzeitig. Die aus den Stiftungsratsämtern scheidenden Kolleginnen und Kollegen wurden mit einem feierlichen Nachtessen verabschiedet. 

Ausgeschiedene Vizepräsidenten PK und ZV

Der ausgeschiedene Vizepräsident des Stiftungsrates der PK Walter Stamm wird, nach 44 Dienstjahren als Tierpfleger bei Roche, zum 1. September 2017 pensioniert. Auch der Einstieg Walter Stamms in die PK reicht lange zurück. Noch vor seinem Einsatz bei der Arbeiterkommission Roche im Jahr 1989 begann er als Suppleant bei der PK, wurde 1986 Stiftungsrat und 1990 Vizepräsident. Später wurde er noch in den Stiftungsrat der MGB einberufen und sass als Mitglied in der Anlagekommission der Pensionskassen. In der Pensionskassen-Arbeitsgruppe, in der die Vorarbeiten für Entscheidungen im Gremium erfolgen, vertrat Walter Stamm die Arbeiterkommision Roche (AKR). Schliesslich war Walter Stamm Vorsitzender der PIKAS (Pensionskassen Informationskreis der Arbeitnehmer Stiftungsräte). Seine Tätigkeit in der PK genoss er als gute Abwechslung zu der körperlichen Arbeit als Tierpfleger. Den Neubesetzungen im PK und ZV sieht Walter Stamm mit Zuversicht entgegen.

Während seines langjährigen und vielseitigen Engagements bei der Pensionskasse hat Walter Stamm so manche Veränderung erlebt und mitgetragen: „Die ersten 5-6 Jahre verbrachte ich mit dem Lernen der Abläufe. In den 1990ern wurde mit der PK viel Geld verdient, in 2000 fand die Umstellung vom Leistungs- auf das Beitragsprimat statt. Mit der Krise zu Beginn der 2000er begann die Erhöhung der Beiträge. 2008 erfolgte bekanntlich eine grössere Finanzkrise, die die Tiefzinsphase einleitete und den Gewinn einbrechen liess. Drei Mal in Folge musste der Umwandlungssatz reduziert werden, was für einen Arbeitnehmervertreter keine einfache Entscheidung ist. Aber es geht darum, dass die PK überleben muss. Letzten Endes bekommt man mit dem heutigen Modell nicht weniger Geld: Man hat die Wahl, mit 65 das angesammelte Kapital ganz zu nehmen oder die monatliche Rente ausbezahlt zu bekommen. Diese ist zwar einzeln betrachtet monatlich weniger ist, bedeutet aber bei steigender Lebensdauer längeren Rentenbezug.“

Der ausgeschiedene Vizepräsident des Stiftungsrates der ZV Dr. Michael Pantze tritt seinen Ruhestand im November dieses Jahres an. Bis dahin führt Dr. Michael Pantze sein Amt im geschäftsführenden Vorstand des AVR weiter. Er begann sein Engagement bei der Pensionskasse in 1999 als Suppleant der ZV und wurde 2001 zum Stiftungsrat der PK nominiert. Im Jahr darauf wurde er Mitglied der PK-Arbeitsgruppe und in 2004 Vizepräsident der ZV. Dazu wirkte er ab 2005 auch in der PK-Anlagenkommission mit.

Dr. Michael Pantze betont, dass man als Arbeitnehmerstiftungsrat stets zwei Hüte trägt. „Der Stiftungsrat hat die Verpflichtung, das Wohl der PK im Auge zu behalten, was zum Wohl der Mitarbeitenden dient und eine gute Rente verspricht. Einerseits möchte man sich für die Versicherten einsetzen, andererseits soll die PK solide dastehen und die Altersvorsorge garantieren. Wenn es Verschlechterungen gibt, müssen die Konditionen angepasst werden. Die Mitarbeitenden werden durchschnittlich älter, das angesparte Alterskapital muss nach dem Renteneintritt länger reichen. Daneben gibt es noch den Einfluss der Kapitalmärkte, die Niedrigzinsphase seit längerer Zeit und die Turbulenzen auf den Aktienmärkten. Das alles schwächt die PK. Hier zeigt die Firma Haltung. Trotz Einbussen konnten wichtige Abfederungsmassnahmen beschlossen werden. Die Verantwortung gegenüber der PK war mir immer wichtig.“

Die Arbeit bei der PK und ZV beschreibt Dr. Michael Pantze als sehr befriedigend, vor allem die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe des Stiftungsrates empfand er als äusserst interessant und befruchtend, weil hier die wichtigsten Entscheidungen vorbereitet und diskutiert werden. Wenn man als Suppleant einsteigt und engagiert ist, ist regelmässige Weiterbildung unabdingbar, zum Beispiel im PIKAS Arbeitskreis oder an der jährlichen Fortbildungsveranstaltung in Buonas.

Zu den ausgeschiedenen Stiftungsräten zählt auch AVR Ehrenmitglied Hans Sucker, der sich in den vergangenen vier Jahren durch ein intensives Engagement als Stiftungsrat der ZV auszeichnete. Hans Sucker regte an, dass auch mit den Guthaben des „Freiwilligen Sparens“ eine Rente bezogen werden kann.
Den aktuellen personellen Wechsel in den Stiftungsräten der PK und ZV unterstützt Hans Sucker und plädiert dafür, die Arbeitnehmer-Stiftungsräte bevorzugt aus dem aktiven Vorstand des AVR und der AKR zu nominieren.  

„Die Mitwirkung in der ZV hat mir die Augen für das Rentnerdasein geöffnet, ich habe viel gelernt und gute Gespräche geführt. Den PIKAS Arbeitskreis unter der hervorragenden Leitung von Walter Stamm habe ich sehr geschätzt. Dadurch war ich an den Stiftungsratssitzungen sehr gut informiert. Sehr wichtig waren mir die offenen und ehrlichen Diskussionen, die kontrovers geführt werden konnten. Das zeugte von Herzblut.“

Neue Vizepräsidenten im Stiftungsrat der PK und ZV

Der AVR Präsident der Sektion Innerschweiz Reto Buholzer vertritt seit 2001 die Sektion Innerschweiz in der PK. Nun wurde er als Nachfolger von Walter Stamm zum Vizepräsident im Stiftungsrat der PK ernannt. In dieser Funktion übernimmt er gleichzeitig die Leitung der PIKAS. 

„Mein grösstes Anliegen ist es, das Leistungsniveau halten zu können. Als Stiftungsrats-Vizepräsident trage ich noch mehr Verantwortung und werde mich entsprechend engagieren. Mir ist die  Schwierigkeit sehr wohl bewusst, die Interessen sämtlicher Mitarbeitender unter einen Hut zu bringen. Unsere Stärke liegt darin, einen Kompromiss zu finden. Letzten Endes ist doch jede Lösung ein Kompromiss.“ 

In seiner neuen Rolle liegt es Reto Buholzer am Herzen, die Arbeitnehmervertreter gut zu informieren, sie anzuregen, sich zu engagieren und die Anliegen der Mitarbeitenden mit einzubringen. Er freut sich auf interessierte Stiftungsräte und Suppleanten für die nächsten 4 Jahre und ist hoffnungsvoll aufgestellt.

Als Nachfolger von Dr. Michael Pantze wurde der AVR Vizepräsident Gernot Scharf als Vizepräsident im Stiftungsrat der ZV ernannt. Er begann 2006 als Suppleant der ZV und MGB und amtierte anschliessend als Stiftungsrat ZV. Gernot Scharf begrüsst den verstärkten Einbezug aktiver Mitglieder aus dem AVR Gesamtvorstand in die Stiftungsräte der Pensionskassen. Dadurch sieht er die Möglichkeit, sich öfter austauschen zu können und einen Konsens in schwierigen Pensionskassen-Themen zu finden. Für die Arbeit in seiner neuen Rolle schätzt Gernot Scharf die Kontinuität in der Führung sowie überlegte, langfristig ausgelegte Entscheidungen, die gemeinsam getragen sein müssen.

Sowohl Mitarbeitende als auch die Firma sind gefragt, wenn es darum geht, einen Beitrag zu leisten. Eine Art Sense of Urgency ist auch für die PK gültig. Auch sie durchläuft eine Transformation. Mit dem niedrigen Zins und immer älter werdenden Mitarbeitenden werden Anpassungen unumgänglich. Es gilt, Massnahmen für junge Mitarbeitende zu ergreifen, die lange dabei sein werden - vorausgesetzt die Firma kann sie halten.“

Rentenreform 2020

Die Mehrheit der ehemaligen und neugewählten AVR Stiftungsräte und Suppleanten befürworten die Rentenreform 2020, über die am 24. September 2017 in der Schweiz abgestimmt wird.

Weitere Informationen zu den Roche Pensionskassen finden Sie hier.