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Lohnverhandlungen November 2020

Die Verhandlungsdelegation des AVR war gut vorbereitet und konnte ihre Argumente gut präsentieren. Wir hatten übers Jahr viele Fakten und Äusserungen, auch von der Konzernleitung, für unsere Argumentation gesammelt.
Diese waren zum Beispiel die Herausforderungen während der Corona Krise und das grossartige Engagement der Mitarbeitenden im aktuellen Jahr trotz und mit den vielen Transformationen an den Standorten. Natürlich kamen auch die vielen Erfolge von Roche mit den neuen Produkten zur Sprache, die den Umsatz der auslaufenden Patente ersetzen. Besonders die Diagnostik konnte im aktuellen Jahr ihre Stärke zeigen.

Das aktuelle Umfeld mit den Schwierigkeiten der Weltwirtschaft und die Herausforderungen der Pharmaindustrie kamen genauso zur Sprache wie die Entwicklung der Inflation, die inzwischen negativ ist. Unsere Argumente trafen bei der Geschäftsleitung auf offene Ohren, allerdings kamen wir zunächst zu keiner Einigung.

Wie gewohnt gab es eine offene, ehrliche und aber auch kontroverse Diskussion, welche in einer zweiten Verhandlungsrunde fortgeführt wurde. Der Wille beider Seiten, sich am Ende zu einigen, war permanent spürbar. Doch es brauchte einen dritten Termin und den guten Willen beider Seiten bis wir uns auf ein gemeinsame Ergebnis einigen konnten. Eine Erhöhung der Lohnsumme um 0.75% in der Schweiz per 1. April 2021 im Lichte einer negativen Teuerung ergibt eine Reallohnerhöhung, mit der alle Beteiligten zufrieden sein können.

Der AVR ist besonders froh, dass wir uns gerade auch in diesem so herausfordernden Jahr mit der Geschäftsleitung einigen konnten.

geschrieben von Andreas Winkler, Kassier AVR